Fotograf: Traumberuf oder doch nur ein Job wie jeder andere?

People-Pictures stellt beim Berufetag den Beruf des Fotograf vor!

Am Donnerst 30. November fand in der Luidpoldhalle Freising der Berufetag statt. Hier konnten  sich junge Menschen über verschiedene Berufsbilder informieren. Mädchen und Buben durften sich zwar getrennt voneinander informieren – doch das bedeutete nicht, dass nur „geschlechtsspezifische“ Berufe angeboten wurden.

Es wurde mit typischen Geschlechter-Klischees der Berufsbilder aufgeräumt:
Muss man Muskeln haben wenn man Maurer werden will?
Muss eine Krankenschwester immer eine Frau sein? Insgsamt waren heuer rund 450 Schülerinnen und Schüler mit dabei.

Jungs und Mädls durften sich an den rund 20 Ständen informieren und erfuhren dabei viele spannende Infos für die spätere Berufswahl.

Die Mädchen  sammelten viele Informationen über Berufe wie Baustoffprüferin, Fachlageristin oder Verfahrensmechanikerin, während sich die Buben unter anderen mit den Möglichkeiten als Kinderpfleger, Gemüsegärtner oder Chemielaborant näher beschäftigten.

In der Luidpoldhalle stellte People-Pictures den Mädchen den Beruf des Fotografen genauer vor. Nachfolgend findet ihr nochmals eine Zusammenfassung für alle die nicht vor Ort sein konnten und sich für den Beruf des Fotografen interessieren:


Der Beruf des Fotografen – Die Ausbildung:

  • Die Ausbildung zum Fotograf dauert drei Jahre, kann aber auf 2 bis 2,5 Jahre verkürzt werden.
  • Es gibt verschiedene Ausbildungswege und Möglichkeiten um den Beruf des Fotografen erlernen und ans Ziel zu kommen aber Achtung: Es gibt Unterschiede im späteren Berufsleben
  • Die Ausbildung gliedert sich in eine breit angelegte Grundausbildung und eine Spezialisierung im dritten Ausbildungsjahr

 

verschiedenen Ausbildungswege zum Fotografen:

  • private Fotoschulen:
  • ein universitäres Fotostudium
  • klassische Ausbildung beim Fotografen oder im Fotostudio
  • alternative Ausbildungswege: als Redakteuer (Fotojounalist), in einem Verlag oder in einer großen Werbeagentur

 

Unterschiede in den verschiedenen Ausbildungswegen:

Die erste und häuftigste Möglichkeit den Beruf des Fotografen zu erlernen ist sicher die Ausbildung in einem klassischen Fotostudio. Hier gibt es allerdings nur wenige Ausbildungsplätze und die Bezahlung ist meist nicht die Beste. Allerdings ist das die einzige Ausbildung die von der IHK anerkannt ist und somit eine spätere Weiterbildung zum Ausbilder zulässt.

Einige Nachteile mancher Wege liegen hierbei sicher auf der Hand andere sind nicht so gleich zu erkennen. Private Fotoschulen sind meist sehr teuer, ein klassisches Hochschulstudium setzt einen bestimmten Schulabschluss voraus oder hat einen NC.

In einer großen Werbeagentur sind die Arbeitszeiten sicher nicht die besten dafür erhält man hier einen umfassenden Einblick in die Welt der Werbung und kann hiervon später profitieren. So viellfälltig die Möglichkeiten aus sein mögen so unterschiedlich sind sie sicher auch. Wichtig ist hierbei nur sich nicht auf nur einen Weg zu konzentrieren und nicht nur die klassische Ausbildung in Betracht zu ziehen wenn man Fotograf werden möchte.

 

Was kann ich nach der Ausbildung machen?

Nach der Ausbildung, für welche du dich auch immer entschieden hast stehen dir viele Möglichkeiten offen. Wichtig ist dir zu überlegen was du machen möchtest und dich zu spezialisieren!

Grundsätzlich kann man als Fotograf festangestellt oder freiberuflich arbeiten. In Frage kommen der öffentliche Dienst, Unternehmen, Fotostudios oder die Selbstständigkeit als Freiberufler. Die meisten professionellen Fotografen arbeiten freiberuflich.

Möchtest du Menschen fotografieren? Möchtest du reisen und dabei fotografieren und so dein Geld verdienen oder interessieren dich Werbefotos?

Es gibt sehr viele Spezialisierungen in der Fotografie, so zum Beispiel die Wissenschaftsfotografie, Standfotografie beim Film, den Fotojournalismus, die Modefotografie oder Werbefotografie. Wobei sich viele Werbefotografen oft auf ein Fachgebiet spezialisiert haben. Foodfotografie, Autofotografie, Porträtfotografie, Architekturfotografie, Aktfotografie, Hochzeitsfotogafie, Sportfotografie,…

Ein Großteil der Fotografen macht sich sicher selbstständig und arbeitet als freier Fotograf für Zeitungen oder als Hochzeitsfotograf. Wichtig ist hierbei, dass du dir ein gutes Portfolio zulegst mit dem du deine potenziellen Kunden für dich gewinnen kannst. Du musst auch später kein eigenes Studio haben um erfolgreich zu sein. Als Reise- oder Hochzeitsfotograf brauchst du das sicher nicht.

Willst du später Freiberuflich arbeiten fragt niemand nach deiner Ausbildung. Möchtest du allerdings einen festen Job im öffentlichen Dienst oder selbst ausbilden ist eine handwerkliche Ausbildung Pflicht.

 

Was solltest du mitbringen wenn du Fotograf werden möchtest?

  • ein Auge für Details und einen Sinn für Ästhetik
  • dich nicht nur für das Foto, sondern auch die Technik dahinter interessierst
  • gut mit Kunden umgehen und deren Wünsche umsetzen können
  • Spaß mit der Arbeit am PC haben, dich für Bildbearbeitung interessieren
  • Geduldig sein

 

Was macht ein Fotograf alles?

Fotograf ist eine sehr vielfältige Berufsbezeichnung. Während ein Fotograf den Tag in seinem Studio verbringt und Pass-, Bewerbungs- oder Familienfotos schießt, ist der andere mit seiner Kamera unterwegs, um Fotos für Zeitungen zu schießen. Ein freier Fotograf arbeitet nicht oder nur selten aus einem Auftrag heraus, sondern mach Bilder, die er anschließend über eine Agentur oder eine Interntplattform verkauft.

 

Was passiert, wenn das Foto im Kasten ist?

Wenn die Fotos gemacht sind, geht die richtige Arbeit erst los: Die Bilder müssen ausgewählt sortiert und bearbeitet werden. Das heiß, dass Du alle Bilder sichten musst und die besten heraussuchst. Das kann nach einer langen Hochzeit schon mal ein paar Stunden in Anspruch nehmen. Anschließend werden die ausgesuchten Bilder am Computer nachbearbeitet und kleine Fehler, wie zum Beispiel rote Augen, Pickelchen oder abstehende Härchen retuschierst. Dafür ist es wichtig, dass Du Dich mit der nötigen Technik und der Software auskennst und damit umgehen kannst. Zu den wichtigsten Programmen für Fotografen gehören unter anderem Adobe Lightroom, und Photoshop. Die analoge Fotografie und die damit verbundene Fotoentwicklung spielt in der modernen Fotografie eigentlich keine Rolle mehr.

 

Als Fotograf muss Du mit Menschen umgehen können

Wenn Du Dich nicht gerade darauf spezialisierst, immer nur leblose Objekte wie Blumen, Tiere, Gebäude oder Gegenstände zu fotografieren, ist es wichtig, dass du als guter Fotograf mit Menschen umgehen kannst. Schließlich will niemand Bilder bei einem Fotografen, machen lassen auf dessen Bilder die Leute unsicher wirken oder die Kinder weinen. Bevor es ans richtige Fotografieren geht, muss du die Leute erst in die richtige Stimmung bringen und ihnen ihre Unsicherheit und die Scheu vor der Kamera nehmen. Sie sollen sich wohl fühlen, locker sein und natürlich lachen. Das bedeutet, dass Du als Fotograf ganz ungezwungen mit Deinen Kunden umgehen musst.

 

Ein paar nüchterne Faken:

Nach neusten Schätzungen leben in Deutschland rund 20.000 Fotografen. Die Zahl der Bildjournalisten wird auf rund 6.000 geschätzt, das Geschäft mit der Porträt-, Passbild- und Hochzeitsfotografie betreiben weitere 6.000 Fotografen. Rund 7.000 sind in der Werbung beschäftigt und rund 1.000 fallen in die Rubrik Sonstige, unter der die Kriminalisten, Mediziner, Wissenschaftler und ähnliche fotografische Tätigkeiten zusammengefasst werden.

Stark betroffen durch den Wettbewerb aus dem Lager der Gelegenheitsfotografen sind die Bildjournalisten sowie die Natur- und Reisefotografen. Aber auch freiberufliche Hochzeitsfotografen und Fotostudios sind betroffen. Denn durch das viellfälltige Angebot kommt auch ein gewisser Preisverfall hinzu.

Die Gründe hierfür sind vielfältig:
Durch die immer günstiger werdende Technik ist eine Spiegelreflexkamera mittlerweile für jedermann erschwinglich geworden. Aber nur eine gute Kamera ist noch keine Garantie für hochwertige Bilder gerade das technische Verständnis und die handwerklichen Fähigkeiten fehlen Laien oft. Gerade in der heutigen Zeit, in der jeder ein Smartphone mit guter Kamera hat und man auf den sozialen Netzwerken eine Vielzahl von selbsternannten Fotografen gibt ist es meiner Meinung nach heute wichtiger denn je das passende Handwerkszeug parat zu haben.

Ein Fotograf, der die meiste Zeit seiner Ausbildung Passbilder gemacht hat und Kunden im Geschäft bedient hat, hat ganz andere Qualitäten als jemand, der in einem Werbestudio ein breites fotografisches Spektrum kennen gelernt hat.

Die rasante Entwicklung der Fototechnik, die einfache Handhabung und die schnelle Verbreitung der Ergebnisse über Internetdienste und Smartphones in alle Welt haben beim Wettlauf um die Aktualität den Gelegenheitsfotografen, der zufällig mit der Kamera vor Ort war und auf den Auslöser gedrückt hat, zu einem wichtigen Konkurrenten in der aktuellen Bildberichterstattung gemacht.

Nicht selten klagen Fotografen im Bereich des Bildjournalismus über den Verlust an Kreativität, Interpretation und ganz besonders über begrenzte Zugangsmöglichkeiten zu den Veranstaltungen, die häufig den großen Agenturen vorbehalten bleiben.